Estrich- und Dämmschichttrocknung im Überdruck- und Vakuumverfahren

Das Überdruckverfahren ist das effektivste Verfahren für schwimmenden Estrich, doppelschaliges Mauerwerk, Fassaden, Protonstein und Trockenbauwände aus Gipskarton. Verschiedene Arten von Luftdüsen (je nach Material des Oberbelages) sorgen für die problemlose Einflutung der Trockenluft in die Dämmschichten.

Bei dem Vakuumverfahren wird umgekehrt verfahren. Vakuum-Turbinen erzeugen ein künstliches Vakuum in den Hohlräumen. Dadurch wird stark mit Feuchtigkeit gesättigte Luft herausgesogen. Die durch unsere Geräte vorgetrocknete Raumluft kann jetzt in die Hohlräume einströmen. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zum Erreichen der Ausgleichsfeuchte. Es ensteht ein Trocknungskreislauf. Besonders in Krankenhäusern, Großküchen, Altenheimen und Kindergärten finden diese Verfahren Anwendung.


Beispielfälle

1. Estrichtrocknung Fliesen

Durch einen Rohrbruch oder durch eine Unwetterkatastrophe ist ein Wasserschaden entstanden. Dabei ist Wasser bis in die Dämmschicht unter den schwimmenden Estrich gelaufen. Die Dämmschicht hat sich vollgesogen und verliert dadurch die Fähigkeit zu isolieren und vor Trittschall zu schützen.

Folgeproblem: Sowohl der schwimmende Estrich als auch die aufsteigenden Wände sind durchnäßt.

Problemlösung:
 
Mit unseren Meßgeräten stellen wir den Feuchtigkeitsgrad fest. Mittels kleiner Düsen, die in die Fugenkreuze eingelassen werden, erfolgt eine Unterlüftung des schwimmenden Estrichs mit unseren Seitenkanalverdichtern. Die aus den diagonal dazu gebohrten Löchern entweichende Luft wird mit unseren Luftentfeuchtern
aufgefangen und entsorgt.

Unsere Fachleute sorgen nach erfolgreicher Trocknung für die Wiederherstellung der Fliesenfugen.


2. Holzdeckentrocknung 


Wasser ist in eine Holzdecke eingedrungen und hat die dahinter- oder darunterliegende Dämmschicht durchnäßt.Um das Aufquellen des Holzbelages, die Schimmel- und Schwammbildung oder Holzfäule zu verhindern, muß das Wasser unbedingt entfernt und das Holz sowie die Dämmschichten getrocknet werden.

Problemlösung: Zur Belüftung nehmen wir Bohrungen vor, in denen die Schläuche unserer Seitenkanalverdichter befestigt werden. Mit diesem Verfahren trocknet sowohl die Dämmschicht als auch die Holzkonstruktion je nach gemessenem Feuchtigkeitsgrad (i. d. Regel innerhalb von 10 Tagen) vollständig aus. Der Trocknungsfortschritt wird durch unsere Fachleute laufend kontrolliert.

 

Funktionsprinzip Dämmschichtrocknung

1 Adsorptionstrockner
2 Schallbox mit HB
3 Feuchte Raumluft
4 Regenerationsluft
5 Trockene Luft
6 T-Stück
7 Feuchte Luft